Elisabeth Weissenbrunner gewinnt die Damenwertung, starke Einzelleistungen und Rang drei in der Teamwertung für die LG Innviertel.
Foto: LG Innviertel/Weissenbrunner
Im Rahmen der Weltmeisterschaft (hier das Interview von LGI-Starter Kurt Setinhofer) fand in Seekirchen am Wallersee auch der offene Bewerb des Austria Backyard Ultra statt. Dabei waren Ausdauer, Willenskraft und mentale Stärke gefragt: Jede Stunde starteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer neuen Runde über exakt 6,706 Kilometer. Ziel war es, möglichst viele Runden zu absolvieren. Die Athletinnen und Athleten der LG Innviertel zeigten dabei beeindruckende Leistungen. Allen voran Elisabeth Weissenbrunner, die mit 25 absolvierten Runden, insgesamt 167,64 Kilometern und 1.125 Höhenmetern den ersten Platz in der Damenwertung erreichte. Gleichzeitig bedeutete diese Leistung ihre bisher längste gelaufene Distanz.
Elisabeth Weissenbrunner: „Es hat einfach alles gepasst“
Mit 25 Yards übertraf Weissenbrunner ihre eigenen Erwartungen deutlich. Ursprünglich hatte sie den Bewerb als Comeback mit einer Distanz von 100 Kilometern geplant. Umso größer waren die Freude und der Stolz über das außergewöhnliche Ergebnis. „Es hat einfach alles gepasst. Die Trainingsvorbereitung, die Stimmung, das Wetter, der Zusammenhalt untereinander, der Teamgeist und das Selbstvertrauen – zu erkennen, wozu man fähig ist, und über sich selbst hinauszuwachsen“, erzählt Weissenbrunner über ihren erfolgreichen Wettkampf. Zwar habe sie von Beginn an die Damenwertung im Hinterkopf gehabt, mit 25 Runden habe sie allerdings nicht gerechnet. „Aber es lief wie ein Uhrwerk. Runde um Runde.“ Besonders die lange Nacht stellte eine Herausforderung dar. Rund zwölf Stunden Dunkelheit galt es zu überstehen. Die Vorfreude auf den Morgen und die Gewissheit, dass ihre beste Freundin um sieben Uhr wieder vor Ort sein würde, gaben ihr zusätzliche Motivation. Auch die Begegnungen mit den Teilnehmern der gleichzeitig stattfindenden Weltmeisterschaft sorgten für einen Energieschub: „Außerdem kamen uns die WM-Teilnehmer ja immer entgegen, unter denen sich viele Freunde befanden, und das hat einen zusätzlichen Schub gegeben.“
„Einfach grandios“
Der Zieleinlauf wurde schließlich zu einem emotionalen Höhepunkt. „Zieleinlauf war dann Emotionen pur – Freude, Stolz, Tränen, Erleichterung und Glück –, da alle Freunde, die gleichzeitig meine Lauffamilie geworden sind, da waren.“ Für Weissenbrunner war es damit ein ganz besonderer Abschluss ihres Ultralaufs: „Einfach ein grandioser Ultralauf-Abschluss, da in Seekirchen ursprünglich erst die 100 km als Comeback geplant waren.“
Weitere persönliche Bestleistungen
Auch die übrigen Starterinnen und Starter der LG Innviertel konnten in Seekirchen mit starken Ergebnissen aufzeigen. Stefan Kirchberger absolvierte 24 Yards und legte damit insgesamt 160,93 Kilometer sowie 1.080 Höhenmeter zurück. Für ihn bedeutete der Bewerb einen neuen persönlichen Rekord und ebenfalls die bisher längste gelaufene Distanz. Stephanie Haider feierte mit neun Yards und 60,35 Kilometern bei 405 Höhenmetern ihr Ultralaufdebüt. Sie erreichte damit zugleich eine neue persönliche Bestleistung. Judith Brenneis bewältigte acht Yards, insgesamt 53,64 Kilometer und 360 Höhenmeter und zeigte ebenfalls eine starke Leistung beim anspruchsvollen Backyard Ultra.
LGI-Power auf dem Podest
Nicht nur in den Einzelwertungen, sondern auch im Teambewerb gab es Grund zur Freude. Das Dreierteam LGI-Power mit Elisabeth Weissenbrunner, Stefan Kirchberger und Judith Brenneis erreichte mit insgesamt 57 Team-Backyards und einer Gesamtzeit von 43:18:23 Stunden den hervorragenden dritten Platz in der Teamwertung.