In unserer Serie „Die LGI stellt sich vor“ präsentieren wir euch die Menschen hinter der LG Innviertel. Diesmal im Fokus: Stephanie Haider. Mit Leidenschaft, Ausdauer und Freude an der Bewegung ist sie regelmäßig auf den Laufstrecken unterwegs. Im Interview erzählt sie, wie sie zum Laufsport gekommen ist, welche Wettkämpfe ihr besonders in Erinnerung geblieben sind und welche Ziele sie noch erreichen möchte.
Wie bist du ursprünglich zum Laufsport gekommen und was hat dich am Anfang besonders motiviert, dranzubleiben?
Während meiner Studienzeit habe ich nach einem Ausgleich gesucht. Allerdings bin ich damals nie so richtig in den „Flow“ gekommen – Laufen war für mich eher mühsam als motivierend. Erst mit dem Berufseinstieg wurde ich langsam zur Läuferin. Meine Kollegen haben mich zunächst fürs Radfahren begeistert, was wiederum meine Ausdauer beim Laufen enorm verbessert hat. Als ich dann auch noch meinen Lieblingsmenschen, Partner und größten Motivator Michael kennengelernt habe, hat mich das Laufvirus endgültig erwischt. Gemeinsam macht’s einfach doppelt so viel Spaß.
Welche Rolle hat der Verein LG Innviertel in deiner sportlichen Entwicklung gespielt?
Vor allem das gemeinsame Laufen, der Austausch mit Gleichgesinnten und die gegenseitige Motivation. Zusammen macht Sport einfach noch mehr Spaß – und genau das macht für mich den Verein aus.
Erinnerst du dich noch an deinen ersten Wettkampf? Wie lautet dein Resümee?
Mein erster Wettkampf waren die 10 km in Linz. Mit knapp 200 Puls und einer Laufzeit von rund 60 Minuten war ich damals unglaublich stolz auf mich. Kurz darauf folgten allerdings Shin Splints – die Quittung für eine eher überschaubare Vorbereitung. Trotzdem habe ich bei diesem Rennen die Kämpferin in mir entdeckt. Hätte mir damals jemand erzählt, was ich einmal alles erreichen würde, hätte ich ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt.
Was war dein bisheriges Wettkampf- bzw. Lauf-Highlight?
Bis vor Kurzem hätte ich darauf ohne zu überlegen den Ironman Klagenfurt genannt. Mittlerweile durfte ich aber auch das Trumer Triple absolvieren. Das gesamte Event – die Strecke, die Stimmung und die großartige Kulisse – war einfach unglaublich und kann für mich definitiv mit Klagenfurt mithalten.
Was bedeutet dir der Laufsport heute – eher Leidenschaft, Ausgleich oder bist du leistungsorientiert?
Definitiv Leidenschaft. Ich liebe es, einfach vor der Haustür loszulaufen und durch den Wald zu streifen. Dabei kann ich den Kopf freibekommen und neue Energie tanken. Leistungsziele motivieren mich natürlich, aber die Freude an der Bewegung steht für mich immer an erster Stelle.
Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus, besonders in der Vorbereitung auf Wettkämpfe?
Einen typischen Trainingstag gibt es bei mir eigentlich nicht. Ich plane mein Training rund um meinen Alltag. Schwimmen, Radfahren und Laufen sollen dabei gleichermaßen ihren Platz finden. Zu Beginn jeder Woche überlege ich mir, was ansteht: Arbeit, Familie, Freunde oder andere Termine. Darum herum wird der Sport eingeplant. Ein bisschen wie Tetris spielen – die Steine so zusammensetzen, wie das Leben eben gerade spielt. Ich fahre zum Beispiel gerne mit dem Rad zur Arbeit oder nutze Alltagswege gleich als Training. An heißen Tagen starte ich mit einer Runde im Freibad oder gehe nach der Arbeit laufen. Und wenn sich zwischendurch oder am Wochenende eine Bergtour oder ein Traillauf ausgeht, bin ich sowieso glücklich.
Und im Urlaub?
Auch im Urlaub darf Bewegung nicht fehlen. Während andere nach dem besten All-inclusive-Hotel suchen, überlegen wir eher, wo es schöne Lauf- und Wanderstrecken gibt oder ob sich gleich ein Triathlon, Traillauf oder eine Bikepacking-Tour einbauen lässt. Mein Fokus liegt aber immer darauf, das zu tun, was mir Spaß macht. Das ist mein persönliches Geheimrezept. Ich bin überzeugt: Was man gerne macht, macht man gut. Deshalb fühlt sich Training für mich selten wie eine Verpflichtung an, sondern vielmehr wie eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung. Für die Vorbereitung auf meine nächste Langdistanz läuft die Wochenplanung mittlerweile aber in enger Abstimmung mit meinem besten Coach und Lieblingsmenschen Michael. So achte ich darauf, dass es nicht zu viel wird und die richtigen Trainingsreize gesetzt werden. (Manchmal halte ich mich sogar daran, was wir ausgemacht haben. 😉)
Welche sportlichen Ziele hast du für die Zukunft?
Dranbleiben, gesund bleiben und vor allem den Spaß am Sport nie verlieren. Und natürlich warten noch einige spannende und aufregende Bewerbe auf mich – ganz egal, ob im Schwimmen, Radfahren oder Laufen. Ich bin für jede Herausforderung bereit.
Bestzeiten:
- 3. Platz AK ÖM Triathlon Langdistanz Klagenfurt (12h 20min)
- 2. Platz Damen Elite Trumer Triple (3 km Seecrossing, Sprintdistanz Triathlon, Mitteldistanz Triathlon)