In unserer Serie „Die LGI stellt sich vor“ präsentieren wir euch die Menschen hinter der LG Innviertel. Diesmal im Fokus: Melanie Schöppl. Die 46-Jährige lebt seit dem vergangenen Jahr in Münzkirchen, ist zweifache Mutter und fand über ihren Lebensgefährten Günter Dieplinger zum Laufsport – mit beeindruckender Entwicklung im Ultrabereich.
Wie bist du ursprünglich zum Laufsport gekommen und was hat dich am Anfang besonders motiviert, dranzubleiben?
Zum Laufsport bin ich durch meinen Lebensgefährten Günter gekommen. In unserer Kennenlernphase bin ich oft bei seinen langen Trainingsläufen mit dem Rad mitgefahren. Auf Dauer wurde mir das aber zu langweilig, also habe ich selbst die Laufschuhe geschnürt. Besonders motiviert haben mich die langen Strecken – einmal nonstop 100 Kilometer zu laufen, war mein großes Ziel. Und ich habe es tatsächlich erreicht.
Welche Rolle hat der Verein LG Innviertel in deiner sportlichen Entwicklung gespielt?
Ich bin noch nicht so lange beim Verein, aber eines kann ich sagen: Hier sind alle gleich – egal ob Walker oder Läufer. Es ist eine echte Gemeinschaft, man fühlt sich wohl und steht gerne für die LG Innviertel am Start.
Erinnerst du dich noch an deinen ersten Wettkampf? Wie lautet dein Resümee?
Ja, das war der 6-Stunden-Lauf in Steyr. Mein Lebensgefährte meinte damals: „Probier’s einfach, es geht ja um nichts.“ So bin ich am 12. September 2020 zu meinem ersten Wettkampf gestartet und habe mit knapp 56 Kilometern gleich den 2. Platz erreicht. Mein kleiner Sohn Martin hat mich dabei unglaublich motiviert – er gönnte mir keine Pause und trieb mich förmlich über die Strecke. Ab diesem Moment war mir klar: Da geht noch mehr.
Was war dein bisheriges Wettkampf- bzw. Lauf-Highlight?
Ein großes Highlight war der Gesamtsieg beim österreichischen UltraSprintCup 2023 in der Damenwertung. Aber auch unsere Charityläufe bedeuten mir sehr viel – wie „Um’s Innviertel für Johanna“, „Rund um Oberösterreich für Simon“ oder „Nach Tirol für Nina“. Es gibt so viele Menschen, für die Sport nicht möglich ist, und wenn wir mit unserem Einsatz zumindest ein wenig helfen können, ist das etwas ganz Besonderes.
Was bedeutet dir der Laufsport heute – eher Leidenschaft, Ausgleich oder bist du leistungsorientiert?
Laufen ist für mich vor allem Entspannung. Ich genieße die Natur und kann dabei abschalten. Umso schöner ist es, dass Günter und ich dieses Hobby teilen.
Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus, besonders in der Vorbereitung auf Wettkämpfe?
Das ist gar nicht so leicht zu beschreiben. Meine Intervalle mache ich meist in der Mittagspause. Die langen Läufe absolvieren wir gemeinsam am Wochenende – aufstehen, Kaffee trinken, Laufrucksack packen und los geht’s. Einen strengen Trainingsplan habe ich nicht. Wichtig ist mir, zwei bis drei Tage vor einem Wettkampf zur Ruhe zu kommen und zu entspannen.
Welche sportlichen Ziele hast du für die Zukunft?
Heuer habe ich mir die oberösterreichische Landesmeisterschaft im 12-Stunden-Lauf vorgenommen. Außerdem möchte ich den Mauerweglauf in Berlin über 100 Meilen finishen.
Bestzeiten:
5 Kilometer: 23:30 Minuten
10 Kilometer: 49 Minuten
42,195 Marathon: 3:55:21 Stunden
6 Stunden-Lauf: 60,03 Kilometer
Längste Strecke nonstop: 105 Kilometer