In unserer Serie „Die LGI stellt sich vor“ präsentieren wir euch die Menschen hinter der LG Innviertel. Diesmal im Fokus: Daniel Aichinger, 44-jähriger Antiesenhofner mit Wahlheimat Lambrechten, zweifacher Vater, langjähriger FACC-Mitarbeiter und leidenschaftlicher Hobby-Triathlet. Vom unsportlichen Couchpotato entwickelte er sich Schritt für Schritt zum ausdauerbegeisterten Läufer und Triathleten. Wie alles begann, was ihn motiviert und welche sportlichen Ziele er noch verfolgt, erzählt er uns im Interview.

Wie bist du ursprünglich zum Laufsport gekommen und was hat dich am Anfang besonders motiviert, dranzubleiben?

Mit Anfang 30 war ich total unsportlich und hatte für meinen Geschmack etwas zu viel auf den Rippen – ein typischer Couchpotato eben. Die anfänglichen Versuche, mit etwas Radfahren abzunehmen, waren sehr mühsam und führten zu wenig bis gar keinem Erfolg. Ein Bekannter gab mir schließlich den Tipp, es doch einmal mit dem Laufen zu versuchen, da es bei ihm viel besser funktioniert habe. Gesagt, getan: Bewaffnet mit ausgelatschten Sneakern schaffte ich anfangs nicht einmal zwei Kilometer und musste mich fast übergeben. Ich ließ mich davon jedoch nicht entmutigen und kaufte mir daraufhin ein Paar richtige Laufschuhe. „Einfach dranbleiben“, dachte ich mir – allein schon, damit die Schuhe nicht umsonst waren. Und dann nahm das Ganze, wie bei so vielen anderen, seinen Lauf. Nach den ersten Fortschritten hat mich das Lauffieber total gepackt und nicht mehr losgelassen. In kleinen Schritten ging es weiter: erst 5 km, dann 10 km bis hin zum Halbmarathon. Und siehe da – drei Jahre später, etliche Kilos leichter, habe ich meinen ersten Marathon gefinisht. So stolz wie nie zuvor.

Welche Rolle hat der Verein LG Innviertel in deiner sportlichen Entwicklung gespielt?

Da ich regelmäßig an Wettkämpfen in der Umgebung teilgenommen habe, lernte ich dadurch den einen oder anderen Laufverrückten kennen. Irgendwann wird man dann unweigerlich gefragt, ob man nicht einem Laufverein beitreten möchte. Da ich bereits einige Mitglieder der LG Innviertel kennengelernt hatte – wie etwa den Interviewer – wurde ich nach dem Raaber Unionlauf bei der Siegerehrung schließlich überredet, dem Verein beizutreten. „Im Vereinsdress schaut das Ganze doch viel besser aus, wenn man einmal am Stockerl steht.“ Seitdem bin ich Teil einer großartigen Laufgemeinschaft und versuche, so oft wie möglich am Donnerstag beim wöchentlichen Lauftreff dabei zu sein. Auch bei Wettkämpfen trifft man sich, organisiert sich gemeinsam und fühlt sich in der Gemeinschaft einfach gut aufgehoben.

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Wettkampf? Wie lautet dein Resümee?

Das war der Silvesterlauf in Aurolzmünster 2014. Etwa ein Jahr zuvor, im Sommer 2013, hatte ich mit dem Laufen begonnen. Da wurde es langsam Zeit, mich einmal mit anderen zu messen. Der Lauf im damaligen Heimatort bot sich dafür natürlich perfekt an. Wie erwartet landete ich im hinteren Mittelfeld und konnte nur staunen, welche Zeiten die Spitze in den Asphalt brannte. „So schnell möchte ich auch einmal sein“, war mein erster Gedanke. Daraufhin fasste ich den Entschluss, so lange zu trainieren, bis ich selbst einmal am Stockerl stehen darf.

Was war dein bisheriges Wettkampf- bzw. Lauf-Highlight?

Wenn’s beim Wettkampf einen kurzen oder langen Lauf gibt, mache ich immer den kurzen. 2021 und 2023 konnte ich bei mehreren lokalen Wettkämpfen Stockerlplätze erreichen. Beim Welser Fun Triathlon sprang sogar der erste Platz in der Altersklasse heraus.

Was bedeutet dir der Laufsport heute – eher Leidenschaft, Ausgleich oder bist du leistungsorientiert?

Sport ist einer der Mittelpunkte in meinem Leben geworden und ich möchte ihn nicht mehr missen. Man ist körperlich fit und fühlt sich dadurch einfach besser. Die letzten eineinhalb Jahre Zwangspause aufgrund einer Haussanierung haben mich leistungstechnisch zwar etwas zurückgeworfen, aber ich freue mich schon auf mein Comeback. Ganz egal, an welchem Wettkampf ich teilnehme: An der Startlinie zu stehen, das Kribbeln und die Nervosität vor dem Startschuss zu spüren, ist jedes Mal wieder ein Genuss.

Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus, besonders in der Vorbereitung auf Wettkämpfe?

Eine Trainingswoche besteht bei mir aus zwei bis drei Laufeinheiten, ein bis zwei Radeinheiten, einer Krafteinheit und einer Schwimmeinheit. Auf zwei Belastungswochen folgt meist eine Entlastungswoche. Als Wettkampfvorbereitung gibt’s am Vorabend ein Bier und es geht früh ins Bett.

Welche sportlichen Ziele hast du für die Zukunft?

Da ich seit einigen Jahren nicht nur laufe, sondern auch den „Spaß“ am Triathlon entdeckt habe, wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als meine Ausdauer so weit auszubauen, dass ich irgendwann eine Langdistanz schaffe. Das wäre ein hochgestecktes, aber realistisches Ziel, auf das man langfristig hinarbeiten kann.

Bestzeiten:

5 Kilometer: 19:47 Minuten

10 Kilometer: 42:08 Minuten

Halbmarathon: 1:33:49 Stunden

Marathon: 4:05:01 Stunden

Backyard Ultra: 53 Kilometer

Sprint-Triathlon: 1:21:59 Stunden