SYDNEY/INNVIERTEL. Einmal über die weltberühmte Sydney Harbour Bridge laufen und anschließend vor dem Sydney Opera House die Ziellinie überqueren – für Maximilian Böttinger von der LG Innviertel wurde dieser Traum beim TCS Sydney Marathon Realität. Nach 42,195 anspruchsvollen Kilometern blieb die Uhr bei 4:13:30 Stunden stehen. Damit belegte Böttinger in der Altersklasse M65 den 109. Rang unter 432 Startern. Am 30. August ging der Sydney Marathon bereits zum 26. Mal über die Bühne. Rund 45.000 Läuferinnen und Läufer aus etwa 140 Nationen machten die Veranstaltung zu einem internationalen Großereignis. Seit 2024 ist Sydney zudem Teil der Abbott World Marathon Majors-Serie und damit neben Berlin, London, Boston, Chicago, New York und Tokio der siebte Marathon dieser prestigeträchtigen Serie.
Spektakulärer Start über die Harbour Bridge
Für die Teilnehmer begann das Rennen bereits früh am Morgen. Der erste Start erfolgte um 6:30 Uhr in der Miller Street in North Sydney, drei weitere Startwellen folgten im Halbstundentakt. Schon kurz nach dem Start wartete mit der Überquerung der Sydney Harbour Bridge ein erster Höhepunkt. Der Blick auf den Hafen und die Skyline der australischen Metropole sorgte für eine einzigartige Atmosphäre. „Wer behauptet, er habe dabei nicht kurz den Atem angehalten, als er mitten auf der Brücke stand, schwindelt schlicht“, schildert Böttinger seine Eindrücke. Nach der spektakulären Brückenüberquerung führte der Kurs durch Sydney, ehe das Rennen vor dem weltbekannten Sydney Opera House seinen krönenden Abschluss fand.
Anspruchsvolle Strecke verlangt gute Renneinteilung
Sportlich hatte der Marathon allerdings einiges zu bieten. Die Strecke gilt als wellig und anspruchsvoll und weist rund 313 positive sowie 396 negative Höhenmeter auf. Durch die zahlreichen Anstiege und Gefälle ist der Kurs insgesamt zwar leicht abfallend, gleichzeitig aber nicht rekordkonform. Für Böttinger war daher eine möglichst gleichmäßige Renneinteilung besonders wichtig. Dies gelang ihm ausgezeichnet: „Ich konnte die Strecke mit einer durchwegs gleichmäßigen Kilometer-Pace, ohne gröbere Einbrüche, durchlaufen“, so der Läufer der LG Innviertel. Bei Temperaturen zwischen 10 und 18 Grad herrschten zudem angenehme Bedingungen für die Marathonläufer. Böttinger konnte sein Tempo über die gesamte Distanz stabil halten und erreichte nach 4:13:30 Stunden das Ziel.
Siebte Majors-Medaille als Lohn
Mit seinem 109. Platz in der M65 unter insgesamt 432 Startern seiner Altersklasse erreichte Böttinger ein solides internationales Ergebnis. Noch wichtiger war für ihn jedoch das Gesamterlebnis dieses außergewöhnlichen Marathons. „Ich durfte an einem super durchorganisierten Lauf teilnehmen, mit bombiger Stimmung auf der gesamten Strecke“, lautet sein zufriedenes Fazit. Besonders erfreulich: Mit dem Zieleinlauf in Sydney konnte Böttinger seine Sammlung um die siebte Abbott World Marathon Majors-Medaille erweitern. Damit endete für den Läufer der LG Innviertel ein ganz besonderes Marathon-Abenteuer. Die Kombination aus sportlicher Herausforderung, internationalem Teilnehmerfeld, begeisterten Zuschauern und einer der spektakulärsten Marathonkulissen der Welt machte den Lauf durch Sydney zu einem Erlebnis, das Böttinger wohl noch lange in Erinnerung behalten wird.
Foto: Böttinger