In unserer Serie „Die LGI stellt sich vor“ präsentieren wir euch die Menschen hinter der LG Innviertel. Diesmal im Fokus: Ingeborg Kinzl. Die 63-jährige Pensionistin ist ein echtes LGI-Urgestein und seit vielen Jahren fixer Bestandteil des Vereinslebens. Im Interview erzählt sie über ihre Anfänge im Laufsport, prägende Erlebnisse und warum Bewegung für sie bis heute unverzichtbar ist.
Wie bist du ursprünglich zum Laufsport gekommen und was hat dich am Anfang besonders motiviert, dranzubleiben?
Ich habe gemeinsam mit meinem Mann 1999 mit dem Laufsport begonnen. Mein Mann ist dann bald einem Laufverein beigetreten, ich habe noch gezögert, weil ich eigentlich nur für mich laufen wollte. Bald habe ich aber gemerkt, dass die Motivation mit Routine und Technik erleichtert wird – sprich das Einhalten von festen Laufzeiten und das Nutzen der richtigen Lauftechnik haben mich dann ebenfalls motiviert, einem Laufverein beizutreten.
Welche Rolle hat der Verein LG Innviertel in deiner sportlichen Entwicklung gespielt?
Ich bin vor allem für die fachkundige Anleitung sehr dankbar, denn so konnte ich meine Lauftechnik verbessern und wahrscheinlich auch Verletzungen vorbeugen. Natürlich ist es in der Gruppe auch einfacher, den inneren Schweinehund zu überwinden. Auch die sozialen Kontakte und die Gemeinschaft der LG Innviertel sind mir sehr wichtig geworden.
Erinnerst du dich noch an deinen ersten Wettkampf? Wie lautet dein Resümee?
Mein erster Wettkampf war der Rieder Stadtlauf im Jahr 2001. Es war für mich damals eine Mischung aus Nervosität, körperlicher Grenzerfahrung und Euphorie nach dem Zieleinlauf. Natürlich habe ich mich von der Masse mitreißen lassen und bin viel zu schnell gestartet – ein klassischer Anfängerfehler.
Was war dein bisheriges Wettkampf- bzw. Lauf-Highlight?
Das war sicherlich der Halbmarathon in Mondsee. Es war mein erster Lauf in dieser Größe und Länge. Besonders beeindruckt hat mich die großartige Atmosphäre – sowohl durch die anderen Läufer als auch durch die Zuschauer entlang der Strecke. Außerdem ist es ein ganz besonderes Gefühl, Teil eines solchen großen Ereignisses zu sein.
Was bedeutet dir der Laufsport heute – eher Leidenschaft, Ausgleich oder bist du leistungsorientiert?
Wichtig für mich ist es, etwas für meine Gesundheit und Fitness zu tun. Außerdem hilft mir das Laufen, den Kopf frei zu bekommen und neue Energie zu tanken – ich sehe es als eine Art „bewegte Meditation“. Die Leistung steht für mich nicht mehr im Vordergrund, aber bei Wettkämpfen wünscht man sich natürlich auch heute noch den einen oder anderen Stockerlplatz.
Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus, besonders in der Vorbereitung auf Wettkämpfe?
Ich gehe alles sehr gelassen an – eine spezielle Vorbereitung gibt es bei mir nicht mehr.
Welche sportlichen Ziele hast du für die Zukunft?
Ich werde dem Laufsport auf jeden Fall treu bleiben, da ich so viel für meine Ausdauer tun kann. Zusätzlich gehe ich ins Fitnessstudio, um Kraft und Koordination zu trainieren. Ganz wichtig ist mir aber vor allem die Bewegung in der Natur – egal ob beim Laufen, Radfahren, Skifahren oder Nordic Walken. Das bringt mir viele Vorteile für Körper und Geist.