In unserer Serie „Die LGI stellt sich vor“ präsentieren wir euch die Menschen hinter der LG Innviertel. Diesmal im Fokus: Johann Kinzl. Der 64-jährige Hohenzeller, ehemalige Lehrer und Obmann des Vereins, erzählt über seine Laufanfänge, besondere Erlebnisse und seine Motivation bis heute.

Wie bist du ursprünglich zum Laufsport gekommen und was hat dich am Anfang besonders motiviert, dranzubleiben?
Ich habe 1999 mit dem Laufsport begonnen, nachdem der Hausbau abgeschlossen war und wieder mehr Freizeit zur Verfügung stand. Das Antreten bei den ersten Läufen in der näheren Umgebung und das Laufen in der Gruppe haben meine Motivation sicherlich gesteigert. Der Laufsport trug bei mir dazu bei, Stress im Alltag abzubauen, brachte mich oft auf andere Gedanken und ließ neue Ideen entstehen.

Welche Rolle hat der Verein LG Innviertel in deiner sportlichen Entwicklung gespielt?
Das Antreten für den Verein bei den Läufen in den letzten 13 Jahren hat sicherlich zusätzlich motiviert. Die Gemeinschaft im Verein liegt mir persönlich sehr am Herzen. Als Obmann spielt die LG Innviertel eine große Rolle in meinem Leben und stellt immer wieder eine spannende Herausforderung dar.

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Wettkampf? Wie lautet dein Resümee?
Mein erster Wettkampf war der Rieder Stadtlauf im Jahr 2000. Obwohl ich damals einige Teilstücke gehend zurückgelegt habe, hat das meiner Motivation keinen Abbruch getan. In den darauffolgenden Jahren konnte ich meine Zeiten kontinuierlich verbessern und bei zahlreichen Läufen an den Start gehen. 2010 bremsten mich drei Bandscheibenvorfälle stark ein. Nach etwa einem halben Jahr konnte ich jedoch wieder mit dem Laufen beginnen und an Wettkämpfen teilnehmen.

Was war dein bisheriges Wettkampf- bzw. Lauf-Highlight?
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir meine erste Teilnahme am Halbmarathon in Mondsee. Ich blicke mit Freude und Stolz darauf zurück – vor allem, weil ich dabei ohne spezielle Vorbereitung eine Zeit knapp über 1:42:00 erreicht habe. Ein Laufkollege hatte mich erst drei Tage vorher zur Teilnahme motiviert.

Was bedeutet dir der Laufsport heute – eher Leidenschaft, Ausgleich oder bist du leistungsorientiert?
Heute betreibe ich den Laufsport vor allem aus Leidenschaft und als Ausgleich. Man benötigt kaum Ausrüstung, kann direkt vor der Haustür starten und Zeit sowie Dauer flexibel gestalten. Bei einigen Läufen im Laufcup möchte ich heuer dennoch wieder antreten. Bestleistungen werde ich zwar keine mehr erzielen, aber für mich zählt der olympische Gedanke.

Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus, besonders in der Vorbereitung auf Wettkämpfe?
Einen typischen Trainingstag gibt es bei mir eigentlich nicht – ich gehe oft sehr spontan laufen.

Welche sportlichen Ziele hast du für die Zukunft?
Ich möchte weiterhin regelmäßig laufen, aber auch das Radfahren, Wandern und Krafttraining im Fitnessstudio sollen nicht zu kurz kommen. Meine Devise lautet: Bewegt durch das Leben gehen!

Bestzeiten: 10 Km in 42 Minuten